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Horror-Film der dokumentarischen Art

17.02.10 - 80% des Fischfangs sind Müll - der Konsument treibt den Markt - Hannes Jaenicke zum Thema "Haischutz"

Horror-Film der dokumentarischen Art

Anlässlich der Überreichung des Shark Guardians von Sharkprojekt an Hannes Jaenicke auf der boot in Düsseldorf, sprach SeaStar Chefredakteur Martin Helmers mit dem Schauspieler und Umweltschützer. Dabei kamen erschreckende Tatsachen zum Vorschein, die jeden Konsumenten zum Nachdenken anregen sollten.

Dieser Film ist nichts für zarte Gemüter und auch nicht Fischliebhaber!

 


 

 

 

Mehr zu dem Thema:
 

 

Der bekannte deutsche Schauspieler Hannes Jaenicke wurde auf der „boot" in Düsseldorf von Sharkproject zum Haischützer des Jahres gewählt. Auf der Showbühne in Halle 3 wurde ihm am Samstag, den 23.01. vor einer großen Publikumsschaar der „Shark Guardian" verliehen.

 



Seine ZDF-Dokumentation „Im Einsatz für die Haie", die im Oktober 2009 im ZDF zur besten Sendezeit ausgestrahlt wurde, klärte über zwei Millionen Zuschauer mit schockierenden Bildern und Fakten über die vom aussterben bedrohte Spezies auf. Direkt nach der Sendung konnten die Haischützer über 30.000 Besucher auf ihrer Website verzeichnen.

Den Negativ-Award, den Shark Enemy (Haifeind) des Jahres wurde verliehen an Mike Braynen, den Direktor des Department of Marine Ressources, Bahamas. Er bzw. die Bahamas erhielten den Negativ-Award für die Doppelpolitik, einerseits nach außen hin Haie schützen zu wollen und andererseits die Sportfischerei auf Haie breit zu unterstützen. Ein selten deutliches Beispiel, wie Kommerz die Tierschutzpolitik eines Staates bestimmt und aushebelt. 

Gewählt wurden die Award-Gewinner von einer breiten Community von Hai-Schützern. Abgestimmt wurde über die Kontaktportale Xing und die weltweite größte Website über Haie.



Wahl des Shark Enemy und des Shark Guardian 2010!

Alle Jahre wieder sind die Member, Projektpaten, Fördermitglieder der Internationalen Haischutzorganisation SHARKPROJECT und alle Hailiebhaber dazu aufgefordert, die Kandidaten für die weltweit einzigen Hai-Awards zu wählen. Nachstehend die Nomierungen für die Awards des Jahres 2010.


Shark Enemy

Mike Braynen, Direktor des Department of Marine Resources, Bahamas

Obwohl Schleppnetz- und Langleinenfischerei auf den Bahamas verboten ist, wird nichts gegen Speerfischer und Touristen-Fischerboote unternommen, die auf Haifang gehen. Die insgesamt Millionen an Tourismuseinnahmen scheint man sich hier nicht verscherzen zu wollen, auch wenn dies kurzsichtig ist - aber es werden halt immer weniger Taucher und immer mehr sonstige Touristen auf den Bahamas.
Interessant dabei ist, dass laut offiziellen Untersuchungen auf den Bahamas, ein lebender Hai 200.000 US-Dollar an Tourismuseinnahmen wert ist. Dies scheint die zuständigen Behörden auf den Bahamas aber nicht weiter zu stören, will man doch scheinbar alle Touristen zufrieden stellen - eben auch die Haifischer.

Als Beispiel für einen der vielen Anbieter, die dieses Haifischen auf den Bahamas anbieten: http://www.biminifishing.com/SharkFishing.htm

Hintergrund:
www.bahamapundit.com/2009/07/good-news-and-bad-news-about-sharks.html



Atlantis Hotels, Presse
Sol Kerzner, Atlantis Hotels Bahamas und Dubai
Obwohl bereits mehrfach von Artenschützern (und mittlerweile auch Reisebüros aus Deutschland) angeprangert, hält die Hotelgruppe Atlantis Haie in Aquarien, um Touristen in den teuren Suiten einen speziellen Nervenkitzel zu bieten. Des weiteren werden in einem eigenem Becken im Dubaier Atlantis Hotel der Gattung Hai zugehörige Rochen gehalten, die von Touristen gefüttert werden können. Dass dies natürlich in keinster Weise dem Artverhalten dieser Tiere entspricht, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. 

Der ursprünglich ebenfalls noch „angebotene" Walhai, den das Hotel in seinem Pool hatte, wurde zwar mittlerweile aufgrund internationaler Proteste bereits freigelassen - den restlichen Haien sollte diese „Großzügigkeit" aber ebenfalls zuteil werden. Dass außerdem noch Familien-Abendessen unter dem Begriff „Shark Bites" (also Haibisse) angeboten werden, rundet das umfangreiche Angebot dieser Hotelkette noch ab. Dem Südafrikaner Sol Kerzner und seiner Hotelkette sollte daher die „Ehre" eines Shark Enemy Awards zu teil werden.



www.atlantisthepalm.com



Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka AG & Co. KG 


Es ist seit langem bekannt, dass Haipopulationen im Allgemeinen und Dornhaie im Speziellen bedroht sind. Dieses ökologische Argument wiegt schwer! Haiprodukte sind stark mit Quecksilber kontaminiert und laut Lebensmittelmonitoring des Bundes und der Länder von 2001 liegen 40% der untersuchten Haiproben über der gesetzlich erlaubten Höchstmenge für Quecksilber. Auch das Verbraucherschutzargument wiegt schwer! Wer bitte möchte gesundheitsgefährdende Produkte im Lebensmittelmarkt kaufen? 

Das Handelsunternehmen EDEKA jedoch spielt konsequent auf Zeit. Kommerz geht ganz klar vor Ökologie und Verbraucherschutz! Eine klare kategorische Entscheidung war gefordert! Nach neun Monaten Kommunikation mit dem EDEKA - Konzern wäre es ein Leichtes gewesen, das Sortiment um Haiprodukte und auch andere bedrohte Tierarten zu bereinigen. Die Handelskette beruft sich aber auf die Kooperation mit dem WWF, die vorsieht, dass EDEKA ab 2012 nur noch Fischprodukte anbietet, die das MSC - Siegel tragen - also Ware, die aus kontrollierten Fischbeständen stammt. Nach der ZDF Dokumentation am 3.November „Hannes Jaenicke im Einsatz für Haie", wurde der Ausstieg aus dem Angebot von Schillerlocke & Co., mit der Pressemitteilung vom 06.11.2009, von EDEKA auf Mitte 2010 vorverlegt! 

Zitat: „Die Hamburger EDEKA-Gruppe, führender Lebensmitteleinzelhändler und mit mehr als 2.000 Frischfischtheken auch einer der bedeutendsten Fischhändler in Deutschland, nimmt Produkte von Aal, Wildstör, Hai und Rochen aus ihren Sortimenten. Die Fischarten gelten nach internationalen Kriterien als bedroht und werden bereits heute auf EDEKA Großhandelsebene nicht mehr gehandelt. In den vergangenen neun Monaten wurde das Angebot an entsprechenden Artikeln gegenüber dem Vorjahr bereits um mehr als 90 Prozent reduziert. Auf Einzelhandelsebene werden die Fisch-Theken bis Mitte 2010 umgestellt sein." 

Die Haie gelten schon lange als bedroht und schon lange ist bekannt, dass ihr Konsum gesundheitsgefährdend ist. Wieso muß man sich bei einer so klaren Sachlage immer noch um einen sofortigen Ausstieg drücken und sich Zeit lassen? Dass es auch schnell gehen kann, durchaus im Sinne einer vernünftigen Ökologie und im Sinne des Verbraucherschutzes haben einige Regionalstrecken des EDEKA-Konzernes (Rhein-Ruhr, Südwest) vorgemacht.

Ab deren Kenntnisnahme des Sachverhaltes ging es nur noch wenige Wochen und das Thema war korrekt ad acta gelegt. Beim Konzern dauert es von März 2009 bis Juni 2010, also 16 Monate! EDEKA hat als Konzern bislang nur das ökologische Argument berücksichtigt, in keiner öffentlichen Mitteilung wird das Gesundheitsargument des Verbraucherschutzes erwähnt? Lediglich in einem inoffiziellen Schreiben an Sharkproject vom 09.September 2009 wird erwähnt, Zitat:" Nach dem Kriterium des Artenschutzes ist für unsere Entscheidung auch der vorbeugende Verbraucherschutz im Hinblick auf das Risiko einer Methylquecksilberbelastung von Bedeutung." Zitatende. Wer bitte will stark mit Quecksilber belasteten Fisch kaufen und verzehren? Warum nahm das Unternehmen die Produkte nicht sofort aus dem Handel? Bereits im September?



Es ist für uns auch nicht nachvollziehbar, dass der WWF einerseits öffentlich zum Schutz der Dornhaie aufruft, andererseits aber einer Kooperation mit dem EDEKA - Konzern zugestimmt hat, nach der zunächst ab 2012 (EDEKA - Pressemitteiling Juni 2009), und nach der ZDF-Doku, also auf öffentlichen Druck die Pressemitteilung vom 06.November zustande kam, die dann Mitte 2010 einen Ausstieg aus den Haiprodukten in den Fischlistungen bekannt gibt. Spiel auf Zeit? Wieso nicht sofort? - Es geht also doch Kommerz klar vor Ökologie und Verbraucherschutz!



Eine Führungsschwäche im Konzern, deren Spitze trotz mehrfacher Aufrufe und Aufklärung durch uns bis heute um ein Machtwort verlegen ist und die vielen Jahre des Angebotes von Haiprodukten in den Fischtheken‚ eines der bedeutendsten Fischhändler Deutschlands', was die Haipopulationen mit anderen in die heutige Situation gebracht hat, verdienen einen SHARK - ENEMY - AWARD 2010.



www.edeka.de




Shark Guardian

Präsident Toribiong Johnson, Palau
Präsident Toribiong Johnson von Palau hat am 25.9. vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen gesprochen und die Gewässer von Palau zur Haischutzzone erklärt. Damit sind die im März eingebrachten Gesetzesentwürfe der Senatoren hinfällig, die den kommerziellen Haifischfang erlauben bzw. ausweiten wollten. Präsident Johnson hat durch diese Vorreiterrolle einen wichtigen Schritt gesetzt, um ein weiteres Rückzuggebiet für Haie vor der Küste von Palau zu schaffen. Wir können nur hoffen, dass auch andere Staatschefs diesem Beispiel folgen und ihre Küstengewässer zu einem Schutzgebiet erklären.



http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/8272508.stm
http://sharksanctuary.blogspot.com/


Brian May und Paul Rodgers, Gitarrist und Lead-Sänger von Queen
Queen und Paul Rodgers schließen sich mit Forscher der Welt zusammen um Stopp zur Massen-Abschlachten von Haien zu sagen. Brian May, Gitarrist von Queen und Paul Rodgers, Lead-Sänger von Queen (und auch von Free und Bad Company), verbünden sich mit 140 Forschern um die Regierungen aller Nationen aufzufordern, das Abschlachten von Haien zu stoppen. Mit dem "Manifest für sofortige weltweite Hai-Erhaltungs-Maßnahmen", welches von 140 Hai-Spezialisten der Welt unterzeichnet wurde, fordern diese die Regierungen zum Schutz der bedrohten Hai-Arten, Verbot von Hai-Finning, Management der Fischerei, die Kontrolle des Handels von Hai Produkte und Investition in die Hai-Forschung um ein besseres Bild über den Zustand der Haibestände zu erhalten.



http://www.brianmay.com/queen/queennews/queennewsoct08a.html



Paul Saunders, Präsident der Australian Marine Conversation Society
Alljährlich veranstaltet die AMCS "Art for Sharks an Big Marine Parks", eine Künstlerauktion zugunsten dem Schutz der Haie. Paul Saunders, Präsident der Society, und seine Mannschaft setzt sich vehement für den Schutz der Weltmeere und natürlich auch der Haie ein. Im Jahr 2009 ging es die der Kunstauktion um Gelder zum Schutz des Korallenmeers, ein tropisches Juwel im Nordosten Australiens. Unzählige Haiarten, aber auch Schildkröten, Meeresfische und Seevögel leben in diesem Gebiet, das 1 Mio. km² Ozean umspannt. Die Vison der AMCS ist es, dieses Gebiet zur Schutzzone zu erklären.



http://www.amcs.org.au/Art-For-Sharks.asp?active_page_id=437



Hannes Jaenicke, Schauspieler und Moderator
Der bekannte deutsche Schauspieler, Moderator und Naturschützer Hannes Jaenicke hat mit seiner Reportage „Im Einsatz für die Haie" zur besten Sendezeit im ZDF eine Lawine in der Öffentlichkeit ausgelöst. Die Könige der Meere sind kritisch vom Aussterben bedroht. Ihr größter Feind: der Mensch. Jede Sekunde werden weltweit sechs Haie von Menschenhand getötet, im Jahr an die 200 Millionen. Zahlen, die bisher die wenigsten stören, denn der König der Meere hat weder Lobby noch Freunde. Zu oft wollten Filme uns glauben machen, Haie seien blutrünstige und hinterhältige Killermaschinen. Ein tödliches Image, gegen das Hannes Jaenicke ankämpft.



Über 30.000 Menschen informierten sich noch in der Nacht auf der Sharkproject-Website über den Haischutz. Nur seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass ein solcher Film über die Ausrottungs-Situation der Haie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen um 20.15 Uhr gesendet werden konnte

boot2010




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